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Juli 2010

Finalit und Fliesen Modrok reinigen historische Zementfliesen und restaurieren nostalgischen Bodenbelag im Pfarrhaus


Das historische Pfarrhaus der katholischen Gemeinde St. Johann in Pluwig, Landkreis Trier-Saarburg, stammt aus dem Jahr 1803. Nach dem der langjährige Pfarrer sich im Mai 2010 in den Ruhestand verabschiedete, beschloss des Bistum, das Gebäude vor Einzug des neuen Geistlichen komplett zu sanieren. Die letzte Renovierung lag bereits fast 40 Jahre zurück. Mit der Umsetzung und Leitung der Arbeiten wurde der Architekt Paul Schuh aus dem Nachbarort Gusterath beauftragt.


Flur vorher

Edler Bodenbelag verborgen unter PVC-Belägen
Bei einer Ortsbesichtigung entdeckte der Architekt im Eingangsbereich, in der Diele und in der Küche unter dem PVC-Belag historische Zementmosaikfliesen. Bei der letzten Renovierung wurde der Kunststoffboden - ganz im Sinne des damaligen Zeitgeistes - direkt auf die farbenfrohen, traditionellen Fliesen verklebt. In der Diele waren Fliesen mit Ornamenten in den Farben Braun und beige und in der Küche ein geometrisches Muster aus achteckigen Fliesen mit kleinen Einlegern verarbeitet worden. Der Grundton des Küchenbodens war weiß mit Farbakzenten durch die braunen Einleger. Der Planer überzeugt die Bauherren von dem Wert und der edlen Optik des Bodenbelags nach einer Sanierung. Er empfahl die Freilegung der Zementfliesen und eine fachmännische Restaurierung des Bodens durch einen Spezialisten. Er kannte auch den richtigen Experten für diese Spezialaufgabe.


Küche vorher

Mit Fliesenlegemeister Helmut Modrok wurde genau der richtige Fachmann hinzu gezogen. Bereits die erste gereinigte Musterfläche in einer Ecke der Küche sorgte für Verblüffung und für strahlende Gesichter bei den  Kirchenvertretern und dem Architekten. Schnell war war den Spezialisten klar:
Diese Restaurierung war eine spannende Herausforderung verbunden mit großem Arbeitsaufwand.
Um das historische Material nicht zu beschädigen, mussten der PVC-Belag, die Spachtelmasse und der Kleber in reiner Handarbeit entfernt werden. Im ersten Arbeitsschritt wurde der PVC-Belag ausgerissen und entfernt. Danach wurden die Kleberschichten und vorhandenen Rückstände mit Finalit Nr. 1 Intensiv-Reiniger und Finalit Nr. 5 Beschichtungs-Reiniger gelöst und von Hand mit Spachteln vorsichtig entfernt. Der basische Intensiv-Reiniger dient zur Grundreinigung von starken Verschmutzungen und der neutrale Beschichtungs-Reiniger entfernt großflächig Beschichtungen.


Nach entfernen von Kleber und Spachtel

Starkes Trio
Als nächste Aufgabe galt es, die alte Spachtelmasse und andere Rückstände von der Fliesenoberfläche zu entfernen. Nach einigen Versuchen entschieden wir uns für eine starke Mischung aus den sauren Finalit Produkten Nr. 6 Kalklöser, Nr. 9 Kalk- + Zementschlierentferner und Nr. 2 Radikal-Reiniger.


Nach der 1ten Reinigung

Die drei Reiniger wurden abends auf einer Fläche von 3 m² bis 5 m² aufgetragen, über Nacht gegen das Austrocknen mit Folie abgedeckt und am nächsten Arbeitstag die angelösten Rückstände wieder von Hand vorsichtig abgespachtelt. In den nächsten Arbeitsgängen sollten die Zementfliesen noch einmal mit Finalit Nr. 1 neutralisiert und mit der Schleifmaschine mit verschiedenen Pads behandelt werden. Doch vorher wartete noch eine andere Aufgabe auf uns. In der Küche gab es durch eine frühere Baumassnahme einen ca. 3 Meter langen und ca. 60 cm breiten Streifen ohne den ursprünglichen Bodenbelag aus Zementfliesen. Dieser Freiraum war in der Vergangenheit mit Estrich aufgefüllt und mit PVC-Belag belegt worden. Der Estrich musste jetzt wieder entfernt werden. Um die Freifläche optisch passend füllen zu können, suchten wir nach einem Hersteller, der Reproduktionen der historischen Zementfliesen anfertigen kann. Die Herstellung war zwar möglich – aufgrund der zu erwartenden Kosten und der langen Lieferzeit kam diese Variante jedoch nicht in Betracht. Der Einzugstermin für den neuen Pfarrer war bereits für Mitte August geplant und somit musste eine andere Lösung gefunden werden.


Der fertige Boden in Flur und Küche

Unser Team entschied sich die Original-Zementfliesen an einer Seite der Küche, wo die Küchenzeile vorgesehen war, zu lösen, sie zu säubern und neu in der Küchenmitte zu verlegen. Vor dem Aufbau der Küchenzeile wurden neue keramische Fliesen in gleicher Aufbauhöhe verlegt, die durch die Schränke und Haushaltsgeräte später komplett verdeckt werden.


Der fertige Boden im Flur

Unverwüstliches Material
Die Anzahl der überarbeiteten Fliesen reichte nicht aus, um die offene Fläche im Boden komplett zu schließen. Die Lösung war auch hier der Einsatz keramischer Fliesen. An der Seite der Küche - wo später der Küchentisch stehen wird - wurde ein Rechteck aus weißen keramischen Fliesen mit einem umlaufenden schmalen Rahmen aus länglichen braunen Fliesen als Eingrenzung verlegt. Der Farb- und Materialkontrast wirkt wie ein kleiner Teppich für den Esstisch. Die Fläche passt sich harmonisch in das Gesamtbild und die Optik des historischen Bodenbelags ein. „Wir sind stolz auf unsere Arbeit und das gute Ergebnis“, so das Resümee von Helmut Modrock und seinem Team.

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